Nachbetrachtung auf das Vereins- und Helferfest vom 1.Juni 2012 im Sportlerheim BSA Rosellen.
Vorsitzender Heinz London konnte im Namen des Ausdauersportclubs (ASC) Rosellen/Neuss 1987 e.V anlässlich des Festaktes zum fünfundzwanzigjährigen Jubiläums , dass im Rahmen des alljährliche Vereins- und Helferfestes stattfand, zahlreiche geladene Ehrengäste, Sponsoren, Helfer und ASC – Mitglieder begrüßen. Er dankte kurz den erschienenen Gästen für ihre Anwesenheit im Sportlerheim auf der schönen Bezirkssportanlage in Rosellen.
25 Jahre Bestehen des Vereines: 1987 – 2012, dieses kleine silberne Jubiläum war der eigentliche Grund, in diesem Jahr das Fest etwas größer zu gestalten.
Der Vorsitzende begrüßten namentlich die Ehrengäste aus Sportverwaltung, Sportselbstverwaltung und Sportpolitik. Der Einladung gefolgt waren:
Jürgen Steinmetz würdigte für den Rhein-Kreis Neuss in einer kurzen Ansprache den Ausdauersportclub. Jochen Grundmann übergab für den Leichtathletik Kreis Nordrhein Wimpel und Erinnerungsplakette. Thomas Lang ehrte den Vorsitzenden mit der silbernen Ehrennadel des Sportbundes Rhein-Kreis Neuss und Wilhelm Fuchs dankte dem Verein mit einem kleinen Flachgeschenk für die vielfältigen Bemühungen um den Neusser Sport.
Die drei im Verein verbliebenen Gründungsmitglieder
Ute Jenke, Wolfgang Jenke und Heinz London
erhielten aus der Hand des Kassenwartes Jürgen Rödingen die Ehrennadel „Gründungsmitglied“, die Goldene Vereinsnadel und eine Erinnerungsurkunde
Der Vorsitzende Heinz London konnte fünf von sieben anwesenden Mitglieder (Anni Weitz, Heinz Weitz, Marita Geisler, Wolfgang Geisler und Jörg Hansen) mit Eintrittsjahr 1987 mit Urkunde und der Goldenen Vereinsnadel für ihre 25-Jahre Mitgliedschaft ehren. (Günter Rudolph und Jürgen Storch wird die Ehrung zugesandt)
Weitere Ehrungen für sportliche Leistungen gab es mit einem Flachgeschenk und Blumengebinde für Ute Jenke für die Deutsche Vizemeisterschaft bei der Senioren-DM in Marburg in der Altersklasse W45 und
Melanie Klein-Arndt, Doppelmeisterin in Erfurt über 800m und 3000m in Erfurt und deutsche Vizemeisterin in Marburg und für Uwe Sander als erfolgreichen Trainer.
Für besondere Verdienste um den Verein wurden mit Urkunde und Verdienstnadel ausgezeichnet:
Mit einer Sonderauszeichnung, der Erinnerungsmedaille in Gold, wurde Wolfgang Geisler für seine vielfältige Arbeit um den Entwurf und die Gestaltung der Cross- und Abendlaufstreckenführungen geehrt.
Vorsitzender Heinz London referierte in wohlgesetzten Worten über
1987 – 2012 25 Jahre ASC Rosellen/Neuss 1987 e.V.
„Der Verein verfolgt das Ziel, den Ausdauersport, insbesondere den Laufsport sowohl im Leistungs- als auch im Breitensportbereich zu fördern und zu pflegen“ (§2, Zweck)
Dieser Auszug aus der am 12.April 1987 errichteten Satzung beschreibt die Motivation der damals acht jungen Frauen und Männer, einen eigenen Verein zu gründen. Vorausgegangen waren Querelen in einem wenig leistungssport-freundlichen Umfeld und die klare Ansage des damaligen Vereines, nur Breitensport betreiben zu wollen.
Die Gründungsmitglieder, drei davon sind bis heute dem Verein treu geblieben, hatten damals erkannt, dass das Betreiben von Leistungssport anderen Gesetzmäßigkeiten zugrunde liegt. Qualifizierte Trainer, gezieltes Training kosten mehr Aufwand und damit auch Geld, als Turnen mit Mutter und Kind oder Abenteuerspiele in der Turnhalle.
Der Schritt war schmerzlich, die ersten fünf Jahre Aufbauarbeit sehr arbeitsintensiv. Nutzungszeiten in der Halle und auf der Tennenbahn mussten erkämpft werden. Und wie üblich, gab es auch im neuen Verein ein Auf- und Ab und nicht nur immer positive Entwicklungen. Zweimal gab es auch Abspaltungen von unserem Verein, einer dieser damals neugegründeten Laufteams ist aber bereits seit fast zwanzig Jahren nur noch Sportgeschichte.
Aber der sich einstellende Erfolg sollten den Gründungsmüttern- und Vätern sehr bald Recht geben. Die Verbesserung der eigenen Leistungsfähigkeit, eigene Finanzhoheit, engagiertes Miteinander, das buchstäblich „an einem Strick in die gleiche Richtung ziehen“, Freude an der Geselligkeit, und das bis heute gegenseitige „Auf- Sich –Aufeinander-Verlassen-Können“ bei Veranstaltungen kennzeichnen den Verein, der sich als Vereinsfarbe weinrote Trikots ausgewählt hatte. Geburt,- Taufen und viele Vereinsfahrten zu den großen Stadtmarathons in Wien, Bremen, Hamburg, Berlin, München, Hannover u.v.a.m. begründeten den Zusammenhalt im Verein.
Erfahrene und qualifizierte Übungsleiter wie zunächst Udo Grimm, dann Bernd Huppertz und seit Ende 1994 Uwe Sander formten aus ungeübten, aber leistungswilligen Hobbyläuferinnen und Läufer Athletinnen und Athleten durch spezifisches zielorientiertes Training zu Sportler nationaler Klasse.
Es sei auch nicht verschwiegen, dass ursprünglich leistungsstarke Männer den sportlichen Ton im ASC angaben, später aber von den deutlich erfolgreicheren Damen übertrumpft wurden. „ASC Rosellen, da wo die Frauen schneller laufen als die M…“ dieser Spruch zierte das Erinnerungs-T-Shirt zum 10 jährigen Bestehen 1997.
In der Namensgebung wurde damals nach ausführlicher Diskussion absichtlich der Ortsname Rosellen, vorangestellt anstelle der Kombination mit dem Stadtnamen.
Der Verein wurde aber nicht im Ortsteil Rosellen begründet, sondern damals an einem Sonntagnachmittag im Wohnzimmer von Ute Jenke in Wehl. (Vater Herbert Jenke hatte dazu leckeren Kirschstreusel gebacken.)
Angefangen hat die Sportgeschichte um das Laufen in Rosellen aber etwas früher. Bereits 1983 wurde die Laufbewegung durch den späteren Gründungsvorsitzenden Heinz London in Rosellen ins Leben gerufen. 1984 (bis 1987) folgte mit dem „Rosellener Lauftag“ die erste Großveranstaltung, 1986 der bis heute existierende Rosellener Abendlauf. Das Organisatorenteam dieser Sportgroßveranstaltungen in Rosellen war fast vollständig identisch mit den Aktiven, die dann 1987 in den neuen Verein eintraten. Am Jahresende 1987 konnte der Verein bereits 130 Mitglieder begrüßen und übernahm als Gastgeber der Herbstarbeitstagung im Nov.1987 mit der Ausrichtung der Kreis- Crossmeisterschaften 1988 auch erstmals Verantwortung im Verbandsbereich, als sich kein anderer Verein im Leichtathletik-Kreis Düsseldorf-Neuss zur Ausrichtung bereit erklärte.
1984 wurde der längst untergegangene Lauf-Treff am Mühlenbusch wiederbelebt, der bis heute noch immer an Sonn- und Feiertagen Vereins- und nicht Vereinsgebundene zum Trimm-Trab und seit einigen Jahren Nordic Walking zusammenführt. Nicht selten wird da anschließend auch noch ein kleiner Umtrunk aus Anlass z.B. eines Geburtstages veranstaltet.
Auch wird seit Begründung des Vereins eine kleine Triathlon-Abteilung geführt, die auch Erfolge im Duathlon aufweisen konnte.
1988 belegte das damalige ASC-Damenteam in Hamburg bei den Deutschen Marathonmeisterschaften den vierten Platz. In Waiblingen errang das gleiche ASC-Damenteam (Ayla Tosun, Ute Jenke und Maria Nunner) bei den Deutschen Cross ebenfalls Platz 4.
Hatte ein bekannter Neusser Sportreporter noch 1987 von der „überflüssigsten Vereinsgründung in Neuss“ geschrieben, so stellten sich unter Trainer Uwe Sander bald Erfolge am laufenden Band ein. Der ASC wurde zum erfolgreichsten Neusser Verein in der Leichathletik. (Der Übersichtlichkeit wegen werden an dieser Stelle zahlreiche Erfolge in Kreismeisterschaften, Nordrhein-Cross und weitere herausragende Platzierungen hier weggelassen)
Hier nun ein kleiner Auszug aus der ASC- Erfolgsgeschichte:
1997 ehrte die Stadt Neuss die damalige ASC-Sportlerin und deutsche Marathonmeisterin Petra Maak mit der Sportehrengabe.
2001 wurde das Langstreckenteam der ASC Damen durch die Stadt Neuss zur Neusser Mannschaft des Jahres gekürt.
1997 konnte uns die Stadt Neuss trotz vorherigen politischen Widerstandes der Christdemokratischen Mehrheitsfraktion im Bezirksausschuss vor Ort aus Restmitteln den dringend benötigten Lichtmast zur Intensivierung des Trainings in den dunklen Jahreszeiten installieren. Dafür gebührt dem Sportamt auch heute noch großen Dank.
Rund 10 Jahre später konnten wir mit Genehmigung der Stadt unser Blockhaus (genannt „Jupps Hütte“) in Angriff nehmen, um unsere Sportutensilien für unsere Veranstaltungen unterzubringen.
Das Jubeljahr 2012 haben wir sportlich wie das Erstjahr 1988 mit der Ausrichtung der Kreis- Cross-Meisterschaften im Februar, allerdings hier auf der Bezirkssportanlage, gefeiert. Eine tolle Veranstaltung.
Zum Abschluss zog Heinz London ein kurzes Fazit:
„Wir alle sind mittlerweile in die Jahre gekommen. Leider haben wir augenblicklich keinen läuferischen Nachwuchs trotz hoher Teilnehmerzahlen bei den Kindern bei unserem Abendlauf. Wir haben die Hoffnung, dass sich das ändern möge. Ein Verein ohne Nachwuchsarbeit, so meine Überzeugung, hat auf Dauer keine Zukunft.
Ich wünsche meinem Verein für die Zukunft alles erdenklich Gute.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und insbesondere an die Damen und Herrn des Festausschusses für die heutige Ausgestaltung unseres Vereinsfestes.“